Cyber-Sicherheit muss den Betrieb verstehen.
Produktions- und Automatisierungssysteme unterscheiden sich grundlegend von klassischen IT-Umgebungen. Verfügbarkeit, deterministische Kommunikation, Anlagenzustände, Lebenszyklen und kontrollierte Wiederanläufe sind ebenso relevant wie Vertraulichkeit und Zugriffsschutz.
Eine wirksame OT-Sicherheitsarchitektur darf den Produktionsprozess nicht isoliert betrachten. Maschinen, Steuerungen, Robotik, Engineering-Systeme, Fernwartung, Datenflüsse und organisatorische Verantwortlichkeiten müssen gemeinsam bewertet werden.
SOLBEIT verbindet Automatisierungs- und Integrationswissen mit technischen Security-Anforderungen und unterstützt bei der Entwicklung nachvollziehbarer, umsetzbarer und betriebstauglicher Maßnahmen.
Wenn gewachsene Vernetzung zu schwer kontrollierbaren Risiken führt.
Viele OT-Risiken entstehen nicht durch eine einzelne unsichere Komponente, sondern durch unklare Verbindungen, Verantwortlichkeiten und Wiederherstellungsabläufe.
Unvollständige Systemübersicht
Steuerungen, Engineering-Rechner, Netzwerkkomponenten, Servicezugänge und Kommunikationsbeziehungen sind nicht vollständig oder nicht aktuell dokumentiert.
Flache Netzwerkstrukturen
Maschinen, Produktionssysteme und IT-Komponenten kommunizieren ohne ausreichende Segmentierung oder klar definierte Übergänge.
Unkontrollierte Fernzugriffe
Externe Dienstleister, Hersteller und interne Techniker greifen über historisch gewachsene oder nur unzureichend dokumentierte Zugangswege auf Systeme zu.
Unklarer Wiederanlauf
Backups sind nicht vollständig, Wiederherstellungsabläufe wurden nicht erprobt oder Abhängigkeiten zwischen Steuerungen, HMI, Robotik und Datenbanksystemen sind nicht ausreichend bekannt.
Regulatorische Anforderungen technisch umsetzbar machen.
Die europäische NIS2-Richtlinie und ihre österreichische Umsetzung durch das NISG 2026 erhöhen die Anforderungen an den systematischen und nachweisbaren Umgang mit Cyberrisiken. Betroffene Organisationen müssen technische, operative und organisatorische Maßnahmen etablieren und deren Umsetzung nachvollziehbar steuern.
Das NISG 2026 tritt in seinen zentralen Bestimmungen am 1. Oktober 2026 in Kraft. Der konkrete Anwendungsbereich, die Einstufung einer Organisation und daraus resultierende rechtliche Pflichten müssen individuell geprüft werden.
SOLBEIT unterstützt bei der technischen Bestandsaufnahme, Architektur, Maßnahmenplanung und Umsetzung. Die rechtliche Einordnung, formale Prüfung und Zertifizierung sind nicht Bestandteil dieser technischen Leistung und müssen bei Bedarf durch entsprechend befugte oder spezialisierte Stellen erfolgen.
NIS2 & NISG 2026
Technische Unterstützung bei der strukturierten Erfassung, Bewertung, Dokumentation und Umsetzung relevanter Sicherheitsmaßnahmen.
IEC 62443-orientierte Architektur
Orientierung an bewährten Prinzipien wie Zonen, Conduits, kontrollierten Kommunikationswegen und klaren Systemgrenzen.
Nachweisbare Umsetzung
Technische Dokumentation von Systemen, Verbindungen, Maßnahmen, Verantwortlichkeiten und Wiederherstellungsabläufen.
Von der technischen Bestandsaufnahme zur resilienten OT-Architektur.
Wir unterstützen OT-Security-Projekte von der strukturierten Erfassung der Ausgangslage über Architektur und Maßnahmenplanung bis zur technischen Umsetzung und Dokumentation.
OT-BESTANDSAUFNAHME & ASSET-ÜBERSICHT
Erfassung der für Betrieb, Kommunikation und Security relevanten Maschinen-, Automatisierungs-, Netzwerk- und Engineering-Systeme.
- Technische System- und Asset-Erfassung
- Steuerungen, HMI, Robotik und Engineering-Systeme
- Netzwerkkomponenten und Kommunikationswege
- Externe Zugänge und Serviceverbindungen
- Systemverantwortlichkeiten und Abhängigkeiten
- Dokumentation des technischen Ausgangszustands
NETZWERKSEGMENTIERUNG & SICHERE ARCHITEKTUR
Entwicklung nachvollziehbarer OT-Netzwerkstrukturen mit definierten Systemgrenzen, Kommunikationswegen und kontrollierten Übergängen.
- IT-/OT-Abgrenzung
- Produktions- und Maschinenzonen
- Zonen- und Conduit-Konzepte
- Kommunikations- und Freigabematrix
- Firewall- und Übergabeanforderungen
- Dokumentation zulässiger Datenflüsse
SICHERE FERNWARTUNG & ZUGRIFFSKONTROLLE
Technische Gestaltung kontrollierter Zugänge für interne Administratoren, Instandhaltung, Maschinenbauer und externe Servicepartner.
- Rollen- und Berechtigungskonzepte
- Personalisierte Benutzerzugänge
- Zeitlich begrenzte Zugriffsfreigaben
- Mehrstufige Authentisierung als Anforderung
- Protokollierung administrativer Zugriffe
- Freigabe- und Widerrufsprozesse
- Technische Trennung von Kunden- und Lieferantenzugängen
NIS2-/NISG-ORIENTIERTE UMSETZUNGSBEGLEITUNG
Technische Unterstützung bei der Bewertung und Umsetzung von Maßnahmen, die im Zusammenhang mit NIS2 und NISG 2026 relevant sein können.
- Technische Gap- und Bestandsanalyse
- Erfassung kritischer Systeme und Abhängigkeiten
- Priorisierung technischer Maßnahmen
- Zugriffs-, Segmentierungs- und Wiederanlaufanforderungen
- Technische Dokumentationsstruktur
- Lieferanten- und Servicezugänge
- Vorbereitung technischer Nachweise
- Begleitung der Maßnahmenumsetzung
Die Leistung stellt keine Rechtsberatung, Zertifizierung oder unabhängige gesetzliche Prüfung dar. Ob und in welchem Umfang eine Organisation dem NISG 2026 unterliegt, ist individuell zu beurteilen.
CYBER-RESILIENZ & WIEDERANLAUF
Technische Vorbereitung auf Störungen, Manipulationen, Systemausfälle und den kontrollierten Wiederanlauf produktionsrelevanter Systeme.
- Backup-Umfang und Sicherungsstrategie
- SPS-, HMI- und Roboterprogramme
- Antriebs- und Gerätekonfigurationen
- Engineering-Projekte und Lizenzen
- Abhängigkeiten und Wiederherstellungsreihenfolge
- Wiederanlauf- und Wiederherstellungstests
- Dokumentation von Ersatz- und Notbetriebswegen
MONITORING- & EREIGNISKONZEPTE
Definition und technische Bereitstellung relevanter OT-Zustände, Ereignisse und Protokolldaten für vorhandene Monitoring-, SIEM- oder SOC-Strukturen.
- Relevante OT-Ereignisquellen
- Verbindungs- und Kommunikationsereignisse
- Administrative Zugriffe
- Konfigurations- und Systemänderungen
- Weitergabe definierter Ereignisdaten
- Alarmierungs- und Eskalationsanforderungen
- Schnittstellen zu bestehenden Security-Systemen
SOLBEIT betreibt auf Grundlage dieser Seite kein eigenes 24/7-SOC und verspricht kein permanentes Managed Detection and Response.
SECURITY BY DESIGN IN AUTOMATIONSPROJEKTEN
Berücksichtigung technischer Security-Anforderungen bereits bei Planung, Entwicklung und Integration von Maschinen, Linien und produktionsnaher Software.
- Minimierung unnötiger Kommunikationswege
- Definierte Schnittstellen und Systemgrenzen
- Benutzer- und Berechtigungskonzepte
- Sichere Engineering- und Servicezugänge
- Dokumentierte Netzwerk- und Systemkonfiguration
- Kontrollierte Inbetriebnahme
- Änderungs- und Übergabeprozesse
TECHNISCHE DOKUMENTATION & MASSNAHMENPLANUNG
Nachvollziehbare Dokumentation des Systemzustands, identifizierter Handlungsfelder und vereinbarter technischer Maßnahmen.
- Asset- und Systemübersichten
- Netzwerk- und Kommunikationspläne
- Zugriffs- und Berechtigungsmatrizen
- Risiko- und Maßnahmenregister im technischen Kontext
- Priorisierung nach Kritikalität und Umsetzbarkeit
- Verantwortlichkeiten und Bearbeitungsstatus
- Dokumentation bekannter Restrisiken
Definierte Zonen statt unkontrollierter Verbindungen.
Eine belastbare OT-Architektur trennt Systeme nach Funktion, Kritikalität und Verantwortlichkeit und erlaubt nur jene Kommunikationswege, die für Betrieb und Integration tatsächlich benötigt werden.
Unternehmens- und IT-Ebene
Geschäftssysteme, Benutzerverwaltung, zentrale Dienste und definierte Übergänge zur Produktion.
Produktions- und OT-Ebene
Produktionsnahe Server, Betriebsdatensysteme, Engineering-Dienste und koordinierende Linienfunktionen.
Maschinen- und Zellenebene
SPS, HMI, Robotik, Vision, Antriebe und lokale Maschinenkommunikation.
Externe Service- und Partnerzugänge
Kontrollierte, nachvollziehbare und zeitlich beziehungsweise organisatorisch begrenzte Zugriffe.
Die konkrete Segmentierung richtet sich nach Systembestand, Produktionsanforderungen, Kritikalität, Verantwortlichkeiten und technischen Möglichkeiten. Ein Architekturmodell ersetzt keine projektspezifische Analyse.
Welche Themen für die technische Umsetzung relevant werden können.
Die konkrete rechtliche Verpflichtung ist individuell zu beurteilen. Aus technischer Sicht berühren NIS2 und NISG 2026 jedoch regelmäßig mehrere Bereiche, die auch in OT- und Produktionsumgebungen berücksichtigt werden müssen.
Risiko- und Systemverständnis
Kritische Systeme, Abhängigkeiten, Kommunikationswege und technische Risiken strukturiert erfassen.
Vorfallsvorsorge
Technische Ereignisse, Eskalationswege, Zuständigkeiten und benötigte Informationen für den Umgang mit Sicherheitsvorfällen vorbereiten.
Betriebskontinuität
Backups, Wiederherstellung, Notbetrieb und kontrollierten Wiederanlauf kritischer Systeme berücksichtigen.
Lieferanten und Dienstleister
Fernwartung, Servicezugänge, externe Abhängigkeiten und technische Schnittstellen nachvollziehbar regeln.
Zugriff und Identitäten
Administrative und technische Zugriffe personalisieren, begrenzen, freigeben und protokollieren.
Wirksamkeit und Dokumentation
Umgesetzte Maßnahmen, Tests, Änderungen und bekannte Restrisiken nachvollziehbar dokumentieren.
Sicherung ist erst dann belastbar, wenn Wiederherstellung geplant ist.
In Produktionsumgebungen reicht es nicht aus, einzelne Dateien zu sichern. Steuerungsprogramme, HMI-Projekte, Roboterprogramme, Antriebsparameter, Geräteversionen, Zertifikate, Lizenzen und Datenbanksysteme können voneinander abhängen.
Ein Wiederanlaufkonzept beschreibt deshalb nicht nur, was gesichert wird, sondern auch in welcher Reihenfolge Systeme wiederhergestellt, geprüft und kontrolliert in Betrieb genommen werden.
Backup-Umfang
Festlegen, welche Programme, Parameter, Konfigurationen und Daten für den Wiederanlauf benötigt werden.
Versionen und Abhängigkeiten
Dokumentation von Softwareständen, Firmware, Bibliotheken, Lizenzen und Systemabhängigkeiten.
Speicherorte und Schutz
Trennung, Zugriffsschutz und projektspezifische Aufbewahrung technischer Sicherungen.
Wiederherstellungsreihenfolge
Definition, welche Infrastruktur-, Steuerungs- und Produktionssysteme zuerst benötigt werden.
Technische Tests
Geplante Überprüfung, ob Sicherungen lesbar, vollständig und technisch wiederherstellbar sind.
Kontrollierter Produktionsstart
Abgestimmte Prüfung von Kommunikation, Anlagenzuständen, Rezepturen und Datenkonsistenz vor dem regulären Betrieb.
Cyber-Resilienz für öffentliche und gesellschaftlich relevante Infrastruktur.
Öffentliche Einrichtungen und staatsnahe Organisationen betreiben zunehmend vernetzte Gebäude-, Infrastruktur-, Betriebs-, Versorgungs- und Informationssysteme. Dabei treffen lange Systemlebenszyklen, unterschiedliche Betreiberstrukturen und hohe Anforderungen an Verfügbarkeit und Nachvollziehbarkeit aufeinander.
SOLBEIT unterstützt bei der technischen Bestandsaufnahme, der sicheren Systemintegration, der Segmentierung, der Absicherung externer Zugänge und der strukturierten Dokumentation technischer Sicherheitsmaßnahmen.
Die Zusammenarbeit kann öffentliche Verwaltung, kommunale Infrastruktur, öffentliche Betriebe und Betreiber gesellschaftlich relevanter technischer Systeme betreffen. Konkrete Eignungs-, Geheimhaltungs-, Vergabe- oder Sicherheitsanforderungen werden projektspezifisch geprüft.
- Gebäude- und Betriebsautomation
- Versorgungs- und Infrastruktursysteme
- Technische Leit- und Überwachungssysteme
- Kommunale und öffentliche Betriebe
- Externe Wartungs- und Servicezugänge
- Dokumentation kritischer Abhängigkeiten
- Wiederanlauf technischer Systeme
Technische Integration, spezialisierte Prüfung und Incident Response klar trennen.
OT-Security-Projekte können Leistungen erfordern, die über technische Architektur und Integration hinausgehen. Dazu zählen beispielsweise rechtliche Beurteilung, unabhängige Audits, Penetration Testing, digitale Forensik, Incident Response oder permanentes Security Monitoring.
SOLBEIT übernimmt diese Leistungen nicht pauschal selbst. Bei Bedarf können geeignete spezialisierte Partner in ein klar definiertes Projektmodell eingebunden werden.
- OT-Bestandsaufnahme
- Automatisierungs- und Systemverständnis
- Netzwerk- und Integrationsarchitektur
- Segmentierung und sichere Zugänge
- Backup, Wiederanlauf und Resilienz
- Technische Maßnahmenumsetzung
- Dokumentation und Schnittstellen
- Rechtliche Compliance-Beurteilung
- Unabhängige Prüfungen und Zertifizierungen
- Penetration Testing
- Digitale Forensik
- Incident Response
- 24/7-SOC und Managed Monitoring
- Spezialisierte Security-Assessments
OT Security im Zusammenspiel mit Automation und Systemintegration.
Technologien werden auf Basis der vorhandenen Umgebung, der technischen Anforderungen und der späteren Betriebsverantwortung ausgewählt. Die Nennung beschreibt typische Projektumgebungen und keine Herstellerpartnerschaft.
Von der Systemübersicht zur umsetzbaren Sicherheitsarchitektur.
Bestand & Schutzbedarf
Wir erfassen relevante Systeme, Kommunikationswege, Zugänge, Verantwortlichkeiten und betriebliche Anforderungen.
Architektur & Maßnahmen
Wir strukturieren technische Handlungsfelder, Zielarchitektur, Segmentierung, Zugriffe und Wiederanlaufanforderungen.
Umsetzung & Integration
Vereinbarte Maßnahmen werden in Automatisierungs-, Netzwerk- und Systemumgebungen technisch umgesetzt und dokumentiert.
Test & Übergabe
Kommunikationswege, Zugriffe, Backups, Wiederherstellung und technische Betriebsabläufe werden im definierten Projektumfang geprüft und übergeben.
Für vernetzte Produktions-, Infrastruktur- und Betriebssysteme.
Unsere Leistungen richten sich an Organisationen, die technische Systeme mit hohen Anforderungen an Verfügbarkeit, Nachvollziehbarkeit und kontrollierte Zugriffe betreiben oder modernisieren.
Welche Systeme, Zugänge oder Abhängigkeiten sind heute nicht ausreichend transparent?
Beschreiben Sie uns Ihre technische Umgebung, die betroffenen Maschinen oder Systeme, bestehende Netzwerkstrukturen und die aktuelle Herausforderung. Wir klären, welche Informationen für eine belastbare technische Bestandsaufnahme und sinnvolle nächste Schritte benötigt werden.
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